Es war mal wieder soweit – wir haben uns “fremder” Leute Kinder ausgeliehen :) Genauer gesagt meine Nichte zweiten Grades (also die Tochter meiner Cousine) aus Berlin, samt Ihrer besten Freundin. Zwei quirlige 15-jährige also, die endlich mal eine Großstadt erleben wollten… oder so ;-)
Wir haben am Samstag erst mal ‘ne nette Tour durch die City gemacht, das übliche Programm, auf den Maintower gestiegen (ok, gefahren), dann Shopping auf der Zeil und zum Abschluss noch etwas Picknick am Main gemacht. Das Wetter hat und jedenfalls bestmögliche Umstände beschwert.
Am Sonntag sind die Mädels dann mit mir ins neu eingerichtete Fotostudio im Keller hinabgestiegen. Da haben wir dann mal ein wenig mit Kostümen gespielt und Sarah etwas romantisch und Julia als freche Rockgöre inszeniert. Hat Spaß gemacht!
In den späten 1980er Jahren hatte es in Paris angefangen. Da haben sich ein paar Spinner in feiner, weisser Kleidung an mitgebrachte Tische mit weisser Tischdecke mitten in den Bois des Boulogne gesetzt und haben ein feines, selbst mitgebrachtes 3-Gänge-Menü verspeist. Inzwischen gibt es das weisse Dinner auch an immer mehr Orten in Deutschland.
Vorletztes Wochenende war es dann in Frankfurt wieder soweit. Etwa 200 – 300 Personen haben sich auf den Luisenplatz in Bornheim zusammengefunden, alle in weiss, die meisten mit Tischen und zumindest wir auch mit überwiegend weissem Essen… Ein lustiges Bild, vor allem da dieses Event eigentlich nur Eingeweihten bekannt war und sich die Anwohner und Passanten ziemlich gewundert haben, was da auf einmal aus dem Nichts so los war…
Es war mal wieder soweit – zur Branchenmesse Siggraph bin ich wieder über den großen Teich geflogen – diesmal aber nach Vancouver, Kanada.
Und nachdem der Job erledigt war, hatte ich Gelegenheit, auch meine andere Verwandtschaft in Kanada zu besuchen. Denn der Bruder meines Cousins Brad aus North Dakota lebt immer noch nahe seiner Geburtsstadt Winnipeg. Und so habe ich einen Zwischenstopp in der Landesmitte gemacht, um Randy, seine Frau Laurie und die beiden Kinder Kaylee und Danton zu besuchen, die im Frühjahr zu Brad und Carolyn gekommen waren.
Zuerst gings zum CO OP Speedway, wo Randy oft selber mit seinem Rennwagen Runden dreht. Diese Woche aber wurde sein Wagen (die Nr. 51) von einem anderen Fahrer gelenkt. Dort rasen die Stock Cars mit etwa 500-600 PS und ihren großvolumigen V8-Motoren mit etwa Tempo 150 km/h im Oval entlang – und der Sound ist echt atemberaubend. Der Titel des Autorennfilms “Tage des Donners” kommt einem in den Sinn…
Nach dem Rennen ging’s dann ins “Pit”, wo die Fahrer und Wagen stehen. Randy’s Auto ist übrigens mit einem Defekt an einem 6$-Teil im letzten großen Rennen ausgefallen, nachdem der Wagen in der ersten Vorrunde letzter, in der zweiten Vorrunde aber erster wurde…
Anschließend ging es dann kurz nach Hause und schon am nächsten Tag an den See, bzw. den Winnipeg River, wo die Belluks ihre Wochenenden verbringen…
Dazu noch eine Tour mit dem Motorboot, unterwegs Nester von Weisskopf-Seeadlern und diverse Hirscharten gesehen… Hat viel Spaß gemacht!
Schön, wenn man Familienzuwachs bekommt – am anderen Ende der Welt…